Nach dem Ende des 1. Weltkrieges hofften vor allem viele Völker Osteuropas auf Freiheit und Eigenständigkeit. Zuvor waren sie beherrscht durch die Großreiche Russland, Deutschland und Österreich-Ungarn. Aber die neue Friedensordnung sorgte für Chaos: Polen kämpfte gegen Russland, die Ukraine wurde von Russland und Polen besetzt und im Baltikum tobten Kämpfe an vielen Fronten. Die Dokumentation zeigt, wie bis zum heutigen Tag die Ereignisse vor hundert Jahren die politische Agenda beherrschen.
Ein ähnliches Schicksal erleidet der Nahe Osten nach dem Ersten Weltkrieg. Im Pariser Vorort Sevres besiegeln die Sieger das Schicksal des Osmanischen Reiches. Franzosen und Briten teilen sich den heutigen Irak und Syrien nach ihren Vorstellungen auf. Dabei brechen sie das Versprechen von der Unabhängigkeit an die Araber, die sie während des Krieges zu einer Revolte animierten. Bis heute ist die damalige Doppelmoral des Westens im kollektiven Gedächtnis vieler Menschen im Orient verankert.
Unter dem Namen „Der vergiftete Frieden“ wurde die 2-teilige Dokumentation bei ZDFInfo ausgestrahlt:
https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/der-vergiftete-frieden–versailles-und-europa-100.html
Produktion: Casei Media GmbH
Kamera: Marc Francke und Jan Kerhart
Schnitt: Jörg Kuchenbecker
Redaktion: Martin Pieper (arte)